Wirtshauskultur neu: die Lust am guten Leben für alle

Teil 5 der Eventreihe „Das Geschäft mit unseren Lebensmitteln und seine zukunftsfähigen Alternativen in NÖ und Wien“:

Wirtshauskultur neu: die Lust am guten Leben für alle
am Dienstag, 17. Jänner 2023, 19:00 -20:30, online via Zoom

Es ist ein buntes, unkonventionelles Haus mit einer lässigen Unternehmenskultur, das Landhotel Yspertal im Waldviertel. Ein altes Landhotel komplett neu, nachhaltig und zukunftsfähig gedacht: Das Restaurant ist 100% bio-zertifiziert und für seine regionale Raritäten- und Vielfaltsküche bekannt. Verarbeitet werden hauptsächlich Produkte von Bauern/Bäuerinnen und Produzent/innen aus der Umgebung. Die Zimmer werden gerade so nachhaltig wie möglich renoviert: mit Stroh als Dämmstoff, Niedertemperatur-Heizung, Brauchwasserkreislauf und versuchsweise einzelnen Lehmwänden – größtenteils finanziert über einen Vermögenspool. Eine Haltung, die nicht nur Seminargäste und Touristen anzieht, sondern vor allem die Wandel-Community – was das Landhotel zu einer inspirierenden und attraktiven Drehscheibe der Transformation macht. Veranstaltungen zu aktuellen Themen der Zeit machen das Hotel zu einem Ort des Gelingens.

Dafür braucht es eine große Vision, viel Mut und Haltung, gute Ideen für das nötige Durchhaltevermögen und eine tiefe Verbundenheit zur Natur und dem, was sie uns schenkt.

Diethold Schaar und Elisabeth Haslinger werden uns an diesem Online-Abend einen Einblick geben in ihren riesigen Erfahrungsschatz in Sachen nachhaltige Lebensmittel und in die Herausforderungen, die sie mit ihrem Konzept mitten im Waldviertel gemeistert haben. Vor allem aber in die Bedeutung, die diese Wirtshauskultur für die Region und weit darüber hinaus hat. Ein Leuchtturm.

Wir freuen uns, wenn Du dabei bist.

Mit dieser Eventreihe über das Geschäft mit unseren Lebensmitteln wollen wir das Expertenwissen aus dem Netzwerk der Regionalwert AG vom Samen bis zum Teller sichtbar machen und Zukunftskonzepte vor unserer eigenen Haustüre zeigen.


Schenken mit Sinn

Wir laden zu einem gemütlich-informativen Adventabend unter dem Motto „sinnvoll & sinnlich“. Es gibt noch Weihnachtsaktien!

Krems, 1. Dezember 2022 Bei Punsch und Keksen genießend, Gedichten und Geschichten und Klängen lauschend, wollen wir gemeinsam mit Euch einen sinnlich-sinnvollen Adventsabend verbringen. Wir laden Interessierte, AktionärInnen, PartnerInnen und Freunde ganz herzlich ein zu unserer Weihnachtsfeier am

Dienstag, 13. Dezember 2022, ab 17 Uhr im Evi Naturkostladen in Krems

Barbara Praera Moser, Gründungsmitglied der Regionalwert AG, wird dort aus Ihrem neuen Buch lesen:  „Soulicious“ – ein Streifzug durch die Seelengenüsse, die gesunde, regionale, pflanzliche Nahrung Körper, Geist und Seele bescheren kann. Sehr sinnlich.

Daneben wird es viel Gelegenheit für Infos & Fragen rund um die Regionalwert AG und ihre aktuelle 2. Aktien-Emission. Noch bis 31. Jänner 2023 werden neue Aktien zu je 600 Euro ausgegeben. Bei unserer Weihnachtsfeier kannst Du Aktien vor Ort zeichnen oder Gutscheine für Aktien erwerben. #Schenken mit Sinn!

Wir freuen uns auf Dich.


Gesunder Boden - gesundes Leben

Wir gehen auf ihm, wir leben von ihm, aber wir gehen oft nicht gut mit ihm um - unser Boden. Zum Start der 2. Aktienemission am 15. November 2022 fand ein Kick-Off-Event statt mit vier verschiedenen Perspektiven dazu. Eine Nachlese.

Maria Laach, 15.11. 2022. 2,3 Millionen Hektar Fläche werden in Österreich landwirtschaftlich bewirtschaftet. Dreiviertel davon konventionell, 26,6 % biologisch – damit sind wir Spitzenreiter in der EU (9%). Allerdings liegt der Bio-Zuwachs nur bei 1% pro Jahr. Das EU-Ziel, den Bioanteil bis 2030 auf 40% aufzustocken, kann so nicht erreicht werden. Gleichzeitig werden 12 Hektar in Österreich TÄGLICH versiegelt!

Dr. Ute Scheub, Co-Autorin „Die Humusrevolution“:
Das Spiel heißt ‚David gegen Goliath‘. Der Goliath ist eine weltweit verflochtene Agroindustrie: brasilianische Großgrundbesitzer, die Wald abholzen, um genverändertes Soja für unsere Schweine anzubauen, die Düngemittel- und Chemieindustrie, Landmaschinenhersteller und die Lebensmittelkonzerne, die die Preise der Bauern drücken. Sie alle bringen viele Verlierer mit sich. Die Davids sind die vielen Bio-Kleinbauern auf dieser Welt – im globalen Süden übrigens vor allem Frauen. Sie bringen die Vielfalt in unsere Ökosysteme, die wir dringend brauchen, weil sie stabiler und widerstandsfähiger sind als Monokulturen, gerade bei zunehmenden Dürren. „Zusätzlich brauchen wir die Flächen, die derzeit für die Massentierhaltung belegt sind. Dann könnten wir sogar die wachsende Menschheit bis 2050 biologisch ernähren. Doch dafür müssten wir unseren Fleischkonsum um mindestens 50% reduzieren.“

Astrid Lugner, Geschäftsführerin Culumnatura in Ernstbrunn:
Den Zusammenhang von Gesundheit und Boden durfte sie am eigenen Leib erfahren. Mit 19 Jahren hatte sie eine schwere Nickelallergie – der hochgradig im Kunstdünger und damit in unserem Obst und Gemüse enthalten ist. Deshalb ernährt sie seit 45 Jahren rein biologisch – und damit beschwerdefrei.  Ihre Erfahrungen gibt sie seitdem in ihrem Unternehmen weiter als Referentin u.a. für vitalstoffreiche Ernährung - für „gesunde Kulturen in ihrem Unternehmen, sprich für eine gesunde Unternehmenskultur“. Nach dem Motto: man ist, was man isst. Oder besser: man wird, was man isst – nämlich krank oder gesund.

Andreas Egger, Gründer der Milchkandl-Genossenschaft in Weinzierl am Walde, einer von derzeit 27 Lizenzpartnern der Regionalwert AG:
Für ihn versinnbildlicht der Boden das Gemeinsame. Denn bei seiner Genossenschaft haben sich viele kleine Davids zusammengefunden, um einen größeren David zu gründen: eine regionale Biomilch-Molkerei. Durch Nachrangdarlehen u.a. aus dem Aktienkapital der Regionalwert AG kann die eigene PV-Anlage nun ausgebaut werden und liefert 80 % des Strombedarfs. Zusätzlich zu weiteren Vertriebs- und Kooperationsmöglichkeiten innerhalb des Netzwerkes: in einem gemeinsamen Verkaufsraum mit einem Biohof holen sich die Kunden ihr Biogemüse, ein Kühlschrank hält die Milchprodukte parat. Andere Betriebe liefern Kräuter und Früchte.  „Die Regionalwert AG ist Humus für regionales und ökologisches Wirtschaften“.

Alfred Schwendinger, Gründer und Vorstand der Regionalwert Niederösterreich-Wien AG, war selbst 37 Jahre Biobauer und der Boden war das wichtigste, mit was er sich beschäftigt hat:
Eine gute Humusschicht ist die Basis für gesunde Lebensmittel von langfristig ertragreichen Böden – dank Mikroorganismen und Bodentierchen, Wasser, Wärme, Luft und Biodiversität. Bodenverdichtung durch schwere Maschinen, Bodenbearbeitung und Monokulturen zerstören viel. Deshalb unterstützt die Regionalwert AG vor allem Betriebe, die ökologisch und regenerativ wirtschaften. Denn ihre Nachhaltigkeits-Leistung wird ihnen mit dem Verkauf ihrer Produkte nicht abgegolten. Auch Förderungen greifen hier nicht, denn gefördert wird vorrangig nach Fläche und nicht wie nachhaltig bewirtschaftet wird. So bekommt ein großer konventioneller Betrieb viel Förderung, während ein kleiner Bio-Betrieb fast nichts bekommt. Diese können sich deshalb nicht entwickeln und investieren. „Je mehr Nachhaltigkeit im Spiel ist, desto mehr Unterstützung ist nötig. Dafür gibt es die Regionalwert-Aktien“.

 

Noch bis 31. Jänner 2023 können Regionalwert-Aktien im Wert von 600 Euro je Stück erworben werden. Die Rendite? Zukunftsfähige Bio-Betriebe, die für gesunde, regional produzierte Lebensmittel auf unseren Tellern sorgen. Auch morgen noch.

Alle Infos zur Aktienemission findest Du HIER.


Was ist es Dir wert?  

Online-Info-Abend zur Gemeinschafts-Kampagne aller Regionalwert AGs für mehr Wertschätzung für die regionale Bio-Land- und Lebensmittelwirtschaft.  

Bonn, 27.11.2022 Alle Regionalwert AGs in Deutschland sowie die Regionalwert Niederösterreich-Wien AG laden Bürger:innen und Aktionäri:innen zum Start der großen Gemeinschaftskampagne "Was ist es Dir wert?": 

Am Dienstag, 06.12.2022, 19.00 Uhr bis 20:30 Uhr, online.

Transformation braucht Veränderungswillen und Kapital. Nachhaltiges Wirtschaften muss honoriert werden. Das bedeutet zum einen: Es sollten nicht mehr die landwirtschaftlichen Betriebe die höchsten Agrarsubventionen erhalten, die die meiste Fläche bewirtschaften, sondern diejenigen, die sich für nachhaltige Leistungen einsetzen: 

Bodenfruchtbarkeit, Biodiversität, Tierwohl, faire Löhne und das Wohl der Gesellschaft. 

Zum anderen bedeutet es: Wir als Verbraucherinnen und Verbraucher können mit jedem Kauf eines regionalen Bio-Produkts einen kleinen, aber in der Summe wirkungsvollen Beitrag in den Transformationsprozess unserer Region investieren. 

Die Mission aller Regionalwert AGs lautet: Regional. Bio. Fair. 

Wir brauchen spürbar mehr Wertschätzung für regionale Bio-Lebensmittel und einen sozial-ökologischen Wandel. 

Was ist Dir Deine Versorgung mit gesunden nachhaltig produzierten Lebensmitteln, Deine Ernährungssouveränität wert?  

Wir zeigen Dir, wie Du Teil der Lösung sein kannst und wie Betriebe der Bio-Land- und Lebensmittelwirtschaft in den Regionen bzw. vor Ort unterstützt werden können. 

Beim Online-Info-Abend kommen die Vorstände aus den Regionalwert AGs und einige Partnerbetriebe zu Wort und erklären die aktuelle Situation in den Regionen. 

Zudem sprechen folgende Unterstützer:innen der Kampagne: 

  • Tina Andres, BÖLW, Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft und Schirmdame der Kampagne. angefragt 
  • Katharina Reuter, Bundesverband Nachhaltiges Wirtschaften und Aufsichtsrätin der Regionalwert AG Berlin-Brandenburg, angefragt 
  • Christian Hiss, Regionalwert Leistungen GmbH und Gründer der ersten Regionalwert AG in Freiburg 
  • Katrin Heuzard la Couture, GLS Bank 

https://wasistesdirwert.bio/ 

Anmeldung zum Online-Info-Abend unter: https://regionalwert-impuls.de/termine/ 

 


Wenn sich Kreisläufe wirklich schließen

Zweiter Stammtisch in der Weinbeisserei: ein biodynamisch-kulinarisches Herbst-Highlight im Kamptal.

Mollands, 5.11.2022 Bereits zum zweiten Mal war die Weinbeisserei Treffpunkt unseres Regionalwert-Stammtisches. Gut 20 Aktionär:innen, Gründer:innen, Partnerunternehmen und Interessierte aus Wien und Niederösterreich kamen auf dem wunderschönen Bio-Restaurant von Herman Hager in Mollands zusammen – umringt von Weinbergen, Turopolje-Schweinen und Legehendeln – um zu schmausen, zu genießen und  sich gemeinsam über ihre Gemeinsamkeit auszutauschen: regionale Wertschöpfung durch Bio-Lebensmittel.

Die Weinbeisserei ist einer unserer 27 Partnerbetriebe und ein Eldorado für bewusste Genießer. Als zertifizierter Demeter-Betrieb wird der Hof biodynamisch betrieben.

Landwirtschaft der Zukunft: Demeter

Herman Hager hat den Regionalwert-Stammtisch in die Hintergründe des Demeter-Siegels und in das Geheimnis der Präparate und ihre Auswirkungen auf die Bodenbeschaffenheit eingeweiht. Zufällig war auch Demeter-Obmann Andreas Höritzauer mit von der Partie… So viel geballtes Know-how gibt’s eben nur beim Stammtisch der Regionalwert Niederösterreich-Wien AG.

Demeter ist der älteste Bio-Anbauverband und der Einzige, der weltweit nach den gleichen -strengen- Richtlinien arbeitet! Das Demeter-Prinzip basiert auf einem kreislauffähigen, ganzheitlichen Hoforganismus: Wichtiger Bestandteil sind die „Demeter-Präparate“ aus Heilpflanzen, Kuhmist, Bergkristall und tierischen Hüllen, um die Erde zu verlebendigen – ähnlich der Homöopathie nach Rudolf Steiner, dem Vater des Demeter-Kurses. In Kombination mit umsichtiger Bodenbearbeitung, standortangepasster Fruchtfolge, einer wesensgemäßen Tierhaltung und -fütterung, steht Demeter für die Landwirtschaft der Zukunft.

Wenn Du das nächste Mal dabei sein möchtest, dann melde Dich zum Newsletter an. Du bist herzlich willkommen bei unseren Stammtischen. Wir freuen uns auf Dich.

Hier ein paar Impressionen:


Hurra, unsere 2. Aktienemission hat begonnen!

Seit 15. November 2022 werden neue Aktien der Regionalwert-Niederösterreich Wien vergeben. Sichere Dir Deine Ernährungssouveränität und sei Teil der Lösung! Nur bis Ende Jänner 2023 möglich.

Maria Laach, 15. November 2022 -  Wir sind unglaublich aufgeregt. Unsere 2. Aktienemission in der kurzen Geschichte der Regionalwert Niederösterreich-Wien AG hat begonnen. Startschuss war der 15. November 2022 für alle neuen AktionärInnen. Bis 31. Jänner 2023 werden 870 neue Bürgeraktien zum Ausgabepreis von je 600 Euro angeboten.

Mit dem Emissionskapital von 435.000 Euro werden wir in Biobetriebe vor unserer Haustüre investieren – damit sie auch morgen noch gesunde, nachhaltige und klimafreundliche Biolebensmitteln produzieren. So sichern wir unsere regionale Lebensmittelversorgung. Das macht uns unabhängig von europaweiten Lieferketten und stärkt das Leben in unserer Region. Bei der Regionalwert AG trägt Dein Geld echte Früchte – für Deinen Teller.

Hilf mit und sei Teil der Regionalwert Niederösterreich-Wien AG:

  • einkaufen bei Partnerbetrieben
  • direkter Kontakt zu Bio-LandwirtInnen
  • Mitarbeit an einer enkeltauglichen Landwirtschaft
  • ökologisch, sozial, regional

Und so kannst Du ganz einfach Aktien zeichnen:

1. Informationsblatt durchzulesen

2. Zeichnungsschein ausdrucken, in zweifacher Ausfertigung ausfüllen und unterschrieben per Post an uns senden:
Regionalwert Niederösterreich-Wien AG, Litzendorf 10, 3643 Maria Laach
NEU: Du kannst auch digital unterschreiben:

3. Nach Bestätigung der Aktienzeichnung per Mail durch uns, den Kaufpreis auf das im Zeichnungsschein genannte Sonderkonto überweisen.

Hier findest Du alle Unterlagen als PDF und zum Download.

Nach Ende der Zeichnungsfrist werden die Aktien in das Aktienregister eingetragen. Dann heißt es: Willkommen in der Regionalwert-Bürgeraktiengesellschaft!

 

Weitere Infos:
Landwirtschaft & Lebensmittel neu gedacht
Warum Regionalwert-Aktien Sinn machen - in 3 Fragen erklärt.

 

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Landwirtschaft & Lebensmittel neu gedacht

Die Regionalwert Niederösterreich-Wien AG nutzt das Prinzip der kapitalistischen Aktiengesellschaft, um unsere Versorgung mit gesunden, vor unserer Haustür erzeugten Bio-Lebensmitteln zu sichern. Die 2. Aktienemission hat begonnen – für mehr Ernährungssouveränität in unserer Region.

Maria Laach, 15. November 2022 – Mittlerweile ist es fast allen klar: Es braucht einen Richtungswechsel in der Landwirtschaft und zwar schnell. Extremwetterlagen wie Dürren und Unwetter, Anstieg chronischer Krankheiten, volatile Versorgungsketten, psychotische Spekulationen an den Rohstoffbörsen, industrielles Gemüse, das quer durch Europa gekarrt wird, qualvolles Tierleid, falsche Förderpolitik, Bauernsterben, Landflucht… Handel und Konzerne verfolgen ihre eigenen Agenden, die Politik agiert nicht. Die Zivilgesellschaft ist gefragt, ihre Zukunftsgestaltung und ihre Lebensmittelversorgung selbst in die Hand zu nehmen. Unsere Landwirtschaft muss neu gedacht werden: ökologisch, sozial, regional.

Bio-Bürgeraktiengesellschaft

Im Sommer 2021 wurde deswegen die Regionalwert Niederösterreich-Wien AG als erste ihrer Art in Österreich gegründet. Eine Initiative, die sich das kapitalistische Prinzip einer Aktiengesellschaft zu Nutze macht für den guten Zweck. Als Bürgeraktiengesellschaft sammelt sie Aktienkapital von Bürger:innen und Unternehmer:innen ein, um mit diesem Kapital kleinstrukturierte regionale Bio-Betriebe entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette zukunftsfit zu machen: Biohöfe, Bio-Verarbeiter, Bio-Händler, Bio-Läden bis hin zur Bio-Gastronomie. Damit wird sichergestellt, dass die Betriebe auch morgen noch gesunde Lebensmittel sozial- und umweltfreundlich vor unserer Haustüre produzieren können und die Region enkeltauglich weil ökologisch bewirtschaftet wird.

Alfred Schwendinger, Gründer und Vorstand der Regionalwert Niederösterreich-Wien AG: „Unsere Aktionär:innen sichern sich mit ihrem Kapital ihre eigene regionale Ernährungssouveränität und machen sich damit unabhängig von europaweiten Lieferketten. So schaffen wir gemeinsam regionale Werte für die Zukunft und stärken das Leben in unserer Region.“

Versorgungssicherheit als Rendite

Mit dem Kapital der Gründungsaktionär:innen und der ersten Aktienemission im letzten Jahr wird derzeit in innovative Projekte investiert, die Lücken in der regionalen Wertschöpfung schließen: ein artgerechter Ziegenstall wird errichtet, eine Dinkel- und Getreide-Entspelzungsmaschine gekauft und ein regionales Milch-Genossenschafts-Startup mit Eigenkapital unterstützt. Konsument:innen können aber auch direkt bei den Regionalwert-Betrieben einkaufen – je mehr, desto besser geht es den Betrieben.

Mit 15. November 2022 hat nun die 2. Aktienemission der Regionalwert Niederösterreich-Wien AG gestartet. Bis Ende Jänner 2023 können Bürger:innen mit 600 Euro je Aktie Teil dieser Zukunftsinitiative werden – und damit Teil der Lösung. In Summe werden 870 Aktien in diesem Zeitraum ausgegeben.

Und wie hoch ist die Rendite für die Aktionär:innen? Alfred Schwendinger: „In jedem Fall höher als auf jedem Sparbuch – nämlich zukunftsfähige Bauern, eine gesunde Umwelt, biologische Lebensmittel auf dem Teller und eine lebenswerte Region. Bei uns trägt das Geld echte Früchte. Wohlschmeckende.“

Eine neue Form des Miteinanders

Doch damit noch nicht genug. Das Herzstück der Regionalwert AG sind ihre Partnerbetriebe. In Niederösterreich-Wien sind das derzeit 27. Durch regelmäßige Partnertreffen ist eine rege Kooperation innerhalb dieses Netzwerkes entstanden, ein Vermarktungsverbund entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette, bei dem die Betriebe voneinander profitieren, sich ergänzen, gemeinsam Lösungen suchen. So verkauft beispielsweise die Familie Sommer am Jauerling ihr Dinkelmehl an die Bäckerei Aumüller, die ihr Brot an den EVI-Naturkostladen in Krems verkauft – keine 25 km vom Acker bis zum Teller und alles innerhalb des Regionalwert-Netzwerks.

Schwendinger: „Diese kleinen Betriebe leisten unglaublich viel für das Gemeinwohl und unser aller Zukunft, doch ihre Nachhaltigkeitsleistungen werden vom Markt selten honoriert. Deshalb braucht es Initiativen wie die Regionalwert AG.“

Alle Infos zur Aktienzeichnung findet Ihr hier:

 

 


NEU: Unsere Regionalwert-Landkarte 

Regionales Bio-Einkaufserlebnis ab Hof: 27 Partnerbetriebe auf einen Blick

Maria Laach, 20. Oktober 2022 – Es war die immer wiederkehrende Frage, die uns zu einer kleinen Innovation auf unserer Webseite geführt hat: „Wo finde ich Eure Betriebe? Wo kann ich ihre Produkte kaufen?“ Denn immer mehr Menschen wollen bio, regional und das am besten direkt ab Hof kaufen. Die Regionalwert Niederösterreich-Wien AG verfügt über ein Netzwerk aus derzeit 27 regionalen Biobetrieben: Biohöfe, Verarbeiter, Biogroßhandel, Bioläden, Bio-Gastronomie. Sie alle produzieren oder verkaufen hochwertige Biolebensmittel.  

Um unseren Regionalwert-AktionärInnen und solchen, die es werden wollen, einen möglichst einfachen und direkten Zugang zu unseren Partnern zu ermöglichen, haben wir eine Regionalwert-Landkarte auf unserer Homepage installiert: Alle Betriebe sind auf einer google-Landkarte verortet, ein Farbleitsystem gibt Auskunft über die Kategorien der eingezeichneten Betriebe, ob es sich um ein Biohotel oder um HändlerInnen oder ProduzentInnnen handelt. Dieses Netzwerk wächst ständig. Auch innerhalb der Partnerbetriebe wird bereits rege kooperiert, Wissen und Erfahrung ausgetauscht, untereinander vermarktet und an einer gemeinsamen Zukunft für diese Region gebastelt.  

Wir wünschen ein inspirierendes Einkaufserlebnis bei unseren Regionalwert-Betrieben. Denn vor Ort mit den Menschen zusammenzukommen, die diese Produkte für uns verfügbar machen, ist sicher ein bereicherndes Erlebnis.  

Hier geht’s zur Landkarte (bis zum Seitenende runterscrollen)  

 

Und mit einer Regionalwert-Aktie kannst Du diese Betriebe dabei unterstützen, dass sie auch in Zukunft noch gesunde Lebensmittel vor unserer eigenen Haustür für uns produzieren können – und uns damit eine unabhängige aber hochwertige Versorgung garantieren.  

Am 1. November 2023 startet unsere 2. Aktienemission. Alle Infos dazu findest Du HIER.

 

Wenn Du Dich zu unserem Newsletter anmeldest, wirst Du automatisch über Neuigkeiten, Veranstaltungen und Aktionen der Regionalwert Niederösterreich-Wien AG informiert.  

 


Warum Aktien der Regionalwert AG Sinn machen

3 Antworten zur Regionalwert AG und warum sie Sinn macht.

1. Welche Idee steckt hinter der Regionalwert AG?

Die Regionalwert Niederösterreich-Wien AG ist eine – nicht börsennotierte! – Bürgeraktiengesellschaft, die der regionalen Bio-Lebensmittelproduktion mit dem klassischen Instrument einer AG den Weg in die Zukunft ermöglicht. Mithilfe von Bürgeraktien investieren wir in ein Netzwerk von kleinstrukturierten Betrieben entlang der Wertschöpfungskette: Bio-Landwirte, Verarbeiter, Biogroßhandel, Bioläden oder -Gastronomie. Warum? Weil diese Betriebe eine unglaubliche Vielfalt an hochwertigen und gesunden Lebensmitteln produzieren – vor unserer Haustür. Aus Leidenschaft, der Liebe zum Handwerk und zur Natur. Doch unser System ist auf Größe, Masse und Preiskampf ausgerichtet. Da können sie oft nicht mithalten. Und wenn wir nicht aufpassen, werden sie verdrängt von industrieller Landwirtschaft und geschmacklosen Einheitsbrei, der quer durch Europa gekarrt wird. Und wir werden noch abhängiger von globalen Lieferketten und psychotischen Rohstoffspekulationen. Mit der Regionalwert AG sorgen wir dafür, dass qualitative Bio-Lebensmittel auch in Zukunft in der Region produziert und Konsumenten in Stadt und Land sicher und auf kurzen Wegen versorgt werden können. Wir müssen nur die Verantwortung dafür selbst übernehmen.

 

2. Wer steckt hinter der Regionalwert-AG?

Die Regionalwert Niederösterreich – Wien AG wurde im April 2021 als erste ihrer Art von Vorstand Alfred Schwendinger gemeinsam mit 50 namhaften Grünnder:innen und Gründerunternehmen wie Reinsaat, GEA oder der Berg-Stadt-Initiative Bersta ins Leben gerufen – nach deutschem Vorbild von Christian Hiss. In Deutschland gibt es die Regionalwert AGs seit 15 Jahren, sie sind dort bereits fast flächendeckend vertreten. Schwendinger selbst war fast 40 Jahre Biobauer in Direktvermarktung und hat 2006 den EVI Bioladen in Krems übernommen – damit regionale Bio-Produkte zu fairen Preisen zum Verbraucher kommen. Er weiß aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, einen kleinen landwirtschaftlichen Biobetrieb aufzubauen und am Leben zu halten. Das Herzstück der Regionalwert AG sind unsere derzeit 27 Partnerbetriebe. Miteinander in einem Wertschöpfungs- und Vermarktungsverbund entlang der Lebensmittelkette vernetzt, arbeiten sie gemeinsam an einer lebenswerten Region. Ziel sind 200 Partnerbetriebe aus Niederösterreich und Wien.

 

3. Wie kann ich Aktionär:in werden, was passiert mit meinem Geld und was habe ich davon?

Aktien können im Rahmen einer zeitlich begrenzten Aktienemission erworben werden. Die erste Emission war von 1. Juni bis 30. November 2021. Die zweite Emission hat am 15. November 2022 begonnen und dauert bis 31. Jänner 2023. Mit 600 Euro je Aktie kann jede/r Bürger:in einen Beitrag für die eigene Ernährungssicherung und die Zukunft der Region leisten. Denn das Geld wird direkt in zukunftsweisende, innovative und gemeinwohlorientierte Betriebe entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette investiert: Mit dem Geld aus der letzten Emission (179.500 Euro) wird ein artgerechter Ziegenstall errichtet, eine Dinkel- und Getreide-Entspelzungsmaschine gekauft und ein regionales Milch-Genossenschafts-Startup mit Eigenkapital unterstützt. KonsumentInnen können auch direkt bei den Regionalwert-Betrieben einkaufen – je mehr, desto besser geht es den Betrieben. Die Rendite für die AktionärInnen ist damit in jedem Fall höher als auf jedem Sparbuch – nämlich zukunftsfähige Bauern, eine gesunde Umwelt, biologische Lebensmittel auf dem Teller und eine lebenswerte Region. Bei uns trägt das Geld in der Tat Früchte. Wohlschmeckende.

Alle Infos zur aktuellen Aktienemission findest Du HIER.

Hier kannst Du Deine zeichnen.

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Warum soll ich im Bioladen einkaufen?

Teil 4 der Eventreihe „Das Geschäft mit unseren Lebensmitteln – und seine zukunftsfähigen Alternativen in NÖ und Wien“

Am Dienstag, 11.Oktober 2022, 19:00 – 20:30 Uhr, online via Zoom

„Bio“ und „regional“ werden immer beliebter. Wir achten auf eine gesunde Ernährung und auf einen nachhaltigen Umgang mit Tier, Boden und Umwelt. Wir wollen wohlschmeckende frische Produkte mit klimaschonenden kurzen Wegen und faire Preise, um das Bauernsterben zu verhindern und das Handwerk und die Region zu stärken.

Kurz: „Bio von hier“. Weil es die höchste Wertschöpfung für alle bringt.

Ein Bioladen kann all das bieten. Und noch viel mehr. Dennoch kaufen wir 2/3 unserer Bio-Produkte im Supermarkt oder Diskonter! Das muss nicht sein. Wir möchten zeigen, was Bioläden alles leisten – für Produzenten und die kleinstrukturierte Landwirtschaft, für das Handwerk und die Qualität unserer Lebensmittel sowie für die Regionalentwicklung. Denn jede unserer Kaufentscheidungen hat weitreichende Konsequenzen.

Helga Wagesreither ist Betreiberin von „Helga’s Hollerbusch“ in Zwettl, einem fein sortierten Bioladen mit langer, spannender und nicht immer einfachen Geschichte. Eine Geschichte aber, die von einer ganz besonderen Haltung und Motivation erzählt.

An diesem Online-Event wollen wir mit ihr über ihre Mission und ihre Herausforderungen sprechen, über ihre Produkte, Lieferanten und Kunden. Vor allem aber welche Bedeutung ein Bioladen für eine lebenswerte Zukunft hat. Ein Abend mit fachlichem und persönlichem Tiefgang.

Wir freuen uns, wenn Du dabei bist.

Mit dieser Eventreihe über das Geschäft mit unseren Lebensmitteln wollen wir das Expertenwissen aus dem Netzwerk der Regionalwert AG vom Samen bis zum Teller sichtbar machen und Zukunftskonzepte vor unserer eigenen Haustüre zeigen.


Regionalwert-Keynote auf den Tagen der Transformation

Unsere Aufsichtsrätin Sarah Schmolmüller - Gründerin der "Dirndln am Feld" - als Protagonistin des Wandels auf internationaler Bühne.

Melk, 31.8.2022 Die Globart-Academy veranstaltet heuer von 30. September bis 1. Oktober 2022 die "Tage der Transformation" im Stift Melk. Internationale renommierte TheoretikerInnen tragen vor, regionale PionierInnen erzählen ihre Geschichten - damit Wissenschaft und Praxis gemeinsam überlegen, wie sich unsere Lebens- und Wirtschaftsweise grundlegend verändern kann, sodass endlich Transformation entsteht und die ökologische Katastrophe abgewendet werden kann.

Auf der Bühne: Sarah Schmolmüller, Aufsichtsrätin der Regionalwert Niederösterreich-Wien AG und Gründerin der "Dirndln am Feld" in Kirchberg am Wagram. Sie wird die Eröffnungskeynote am Freitag um 17.50 Uhr halten: "Mit den Händen in der Erde".

Damit führt sie Stargast Jeffrey Sachs ein, US-Ökonom, Globart-Preisträger und Sonderberater des UN Generalsekretärs zur Durchsetzung der SDGs.

Was für eine Mischung. Was für eine Chance, die Idee der Regionalwert AG vor einem so zukunftsinteressierten Publikum und neben solchen Koryphäen präsentieren zu können. Applaus für unsere Sarah! Danke globart für die Einladung.

Am Samstag, 1.10. gibt es eine Workshop-Reihe mit verschiedenen ProtagonistInnen des Wandels. Auch hier wird Sarah beim Spaziergang durch den Klostergarten berichten, wie alte Traditionen von einer jungen Generation von LandwirtInnen neu umgesetzt werden. Prädikat hörenswert!

Die Tage der Transformation sind eine inspirierende Intendanten-Leistung: Ausstellung, Vorträge, Meditation, Konzert, Filmvorführung, Workshops, Walks....

Hier geht's zum Programm....


Regionalwert AG macht Partnerbetriebe zukunftsfit

Insgesamt vier innovative Projekte werden heuer finanziell unterstützt – für eine stabile, regionale Ernährungssicherheit.

Maria Laach, 27. August 2022 Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass wir einen Teil des Kapitals aus der ersten Aktienemission 2021 heuer sinnstiftend in die Zukunft unserer Region reinvestieren können. Die Regionalwert Niederösterreich-Wien AG wird heuer vier ausgewählte Projekte von Partnerbetrieben in Summe mit rund 130.000 Euro unterstützen, allesamt zukunftsweisende Investitionen, die wertsteigernd für die Region sind.

Die Kriterien für die Auswahl der geförderten Projekte:

  • Zukunftsweisende, innovative und gemeinwohlorientierte Visionen für eine zukunftsfähige regionale Bio-Lebensmittelproduktion
  • Vorhaben, die eine Lücke in der regionalen Wertschöpfungskette schließen
  • Alle Lebensmittelbereiche sollen in gleichem Maße gefördert werden: Milchwirtschaft, Gemüseanbau und Getreideproduktion.

Der Vorstand der Regionalwert Niederösterreich-Wien AG, Alfred Schwendinger, hat unter Kontrolle des Aufsichtsrates folgende Projektauswahl für 2021/2022 getroffen:

 

Genossenschaftsmitgliedschaft bei Milchkandl – Unsere Gute Milch eG

Das Milchkandl ist eine frisch gegründete, gemeinwohlorientierte Erwerbsgenossenschaft in Nöhagen im südlichen Weinviertel. KonsumentInnen und ProduzentInnen haben sich zusammengetan, um gemeinsam diese Initiative für eine regionale Versorgung mithilfe von Genossenschaftsanteilen ins Leben zu rufen. Das Milchkandl verarbeitet Milch von Bio-Kleinbauern aus der Gemeinde Weinzierl am Walde zu hochwertigen Milchprodukten. Fruchtjoghurts enthalten tatsächliches Obst - und zwar aus der eigenen Gemeinde. Die Produkte werden direkt an die KonsumentInnen und Einzelhändler im Umkreis von maximal 25 km ausgeliefert bzw. sind in einem kleinen SB-Hofladen erhältlich. So erhalten KonsumentInnen eine gute Qualität zu einem fairen Preis, und auch die Milchbauern bekommen einen Preis, von dem sie leben können.

Die Regionalwert AG hat 50 Genossenschaftsanteile á 100 Euro erworben, um den Start dieser zukunftsweisenden Regional-Initiative zu unterstützen – ein Paradebeispiel für Ernährungssouveränität.

 

Tierwohlgerechter Ziegenstall für Reschs Sonnenwelt

Die Familie Resch in Senftenberg hat den Hof der Eltern übernommen – mit erheblichem Investitionsrückstau: er muss den aktuellen Bio- und Tierwohl-Standards sowie einer modernen Arbeitsweise angepasst werden. Der Kuhstall wurde bereits in einen tierwohlgerechten Laufstall umgebaut. Nun soll ein artgerechter Ziegenstall mit 500qm für 100 Ziegen gebaut werden – mit Bereichen für Ziegenbabies, Melkziegen und Trockenständlern. Aktuell produziert die Reschs Sonnenwelt Bio-Ziegenkäse, Bio-Kuhkäse, Säfte und Essig.  

Die Regionalwert AG hat eine stille Beteiligung an Reschs Sonnenwelt in Höhe von 50.000 Euro erworben – um ein Best Practice-Beispiel für eine innovative Hofübernahme zu fördern. Unsere Landwirtschaft hat nur eine Zukunft, wenn die Betriebe von der nächsten Generation in eine nachhaltige und tierwohlorientierte Zukunft geführt werden können.

 

Getreidereinigungs- und Dinkelentspelzungsmaschine für Biohof Sommer

Das Getreide muss nach der Ernte von Erde, Unkrautsamen usw. gereinigt werden, um es anschließend zu vermahlen oder für den nächsten Anbau verwenden zu können. Beim Dinkel schützt eine mehrschichtige Schale jedes Dinkelkorn. Vor der Verarbeitung muss der Dinkel daher geschält werden, das Dinkelkorn wird aus der Hülle, der Spelze, gelöst. Dafür braucht es spezielle es Maschinen, die sich für einen einzigen Hof selten rechnen. Deshalb transportieren Bauern ihre Ernte zeitintensiv in entfernte Mühlen und holen sie wieder ab.

Die Regionalwert AG kauft eine Saatgutreinigungsmaschine in Höhe von rund 23.000 Euro und eine Dinkelentspelzungsmaschine für 40.000 Euro und vermietet sie an den Biohof Sommer in Maria Laach. Dort werden Milchprodukte, Rindfleisch, Kartoffeln und vor allem Dinkelmehl produziert. Mit den Maschinen kann die Familie die Produktionskette vom Acker bis zur Mühle im eigenen Hof schließen. Zudem können andere Regionalwert-Betriebe aus der Umgebung – eine Dinkelanbauregion – die Maschinen vergünstigt nutzen, sodass auch die Wertschöpfungskette in der Region geschlossen und die Ernährungssicherheit und Unabhängigkeit in der Region gefördert wird.

 

Kleine Bio-Betriebe brauchen Bürgerkapital
Die Finanzierungsmöglichkeiten über das Bürgeraktienkapital der Regionalwert AG stellen für die Partnerbetriebe eine wichtige alternative Kapitalbeschaffung jenseits von Banken dar. Denn, so Alfred Schwendinger, Vorstand der Regionalwert Niederösterreich-Wien AG:  „Kleinstrukturierte Bio-Betriebe aus der Region leisten durch ihre hochwertig erzeugten Lebensmitteln einen immensen Beitrag für Gemeinwohl und Klima. Zudem sind sie ein Garant für eine stabile Versorgung vor unserer Haustür, wenn Lieferketten und Rohstoffbörsen ins Wanken geraten. Doch sie können mit den politischen und marktwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zugunsten der industriellen Landwirtschaft oft nicht mithalten. Gemeinsam mit den KonsumentInnen hingegen haben sie eine Chance!“.

Deshalb sammelt die Regionalwert AG Bürgerkapital in Form von Aktien ein, um zukunftsweisende Betriebe und Projekte zukunftsfit zu machen.

Die nächste Aktienemission wird im Oktober 2022 beginnen. Melde Dich für unseren Newsletter an, damit wir Dich informieren können.

 

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Eine neue Form des Miteinanders

Regionalwert-Betriebe bilden innovativen Vermarktungsverbund. 

Durch die Regionalwert AG entsteht in Niederösterreich ein neuartiger Wertschöpfungsverband rund um landwirtschaftliche Bio-Lebensmittel. Für eine stabile, regionale Versorgung von Stadt und Land. Und für eine neue Form des Miteinanders.

Maria Laach, 26. August 2022 Niederösterreich hat eine Besonderheit: es gibt sehr viele kleine Betriebe, die vor den Toren Wiens frische, hochwertige Bio-Lebensmittel erzeugen. Aus Leidenschaft und der Liebe zu Handwerk und Natur. Doch wenn wir nicht aufpassen, werden sie verdrängt von industrieller Landwirtschaft und geschmacklosen Einheitsbrei, der quer durch Europa gekarrt wird – in Abhängigkeit von globalen Lieferketten und psychotischen Rohstoffspekulationen. Alternative regionale Marktplätze sind hier ein Garant für eine stabile und hochqualitative Lebensmittelversorgung der Zukunft.   

Reger Netzwerkbetrieb 

Ein solch neuer Marktplatz ist die Regionalwert Niederösterreich-Wien AG. Und zwar nicht nur, weil kleinstrukturierte Biobetriebe mittels Investitionen zukunftsfit gemacht werden können – dank Eurer Bürgeraktien, liebe AktionärInnen! Sondern weil unsere Partnerbetriebe bereits sehr rege untereinander im Netzwerk kooperieren und damit einen langfristig tragfähigen Vermarktungsverbund entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette bilden – vom Bio-Landwirt und Verarbeiter über den Großhandel bis in die Gastronomie und die Bioläden.  

Damit das Gute vom Feld auch direkt zu den KonsumentInnen kommt – und zwar alles innnerhalb der Regionalwert AG. 

Derzeit haben wir 25 Partnerbetriebe. Hinzu kommen 50 Gründer-Pioniere von Reinsaat über GEA bis evi St. Pölten. Unser Ziel sind 200 Betriebe aus Wien und Niederösterreich, die sich untereinander intensiv vernetzen und voneinander profitieren. Um so einen Teppich zu weben, der uns letztlich alle trägt – ProduzentInnen und KonsumentInnen.  

Hier einige bereits laufende Vermarktungsbeispiele zwischen unseren Regionalwert-Betrieben in Niederösterreich: 

Demeterhof Marksteiner – Bersta – Landhotel Yspertal

  

Der Demeterhof Marksteiner in Allentsteig produziert seit 1986 Bio-Produkte: Heumilch und Milchprodukte, Eier, Kartoffeln, Mehle, Mohngebäck, Honig. Dreiviertel geht an die Bersta (Berg-Stadt-Initiative) in Kirchschlag, ein regionaler Bio-Großhändler, der landwirtschaftliche Produkte von rund 140 kleineren Betrieben im Waldviertel abholt und an 400 Bioläden, Hofläden und die Gastronomie in Niederösterreich und Wien verteilt. Ein Großabnehmer ist das Landhotel Yspertal – ein zu 100% Bio-zertifiziertes Seminarhotel. Es ist bekannt für seine konsequent nachhaltige Ausrichtung und die hervorragende kreative Kochkunst. Verwertet werden nur hochwertige Produkte und Raritäten aus der Region, u.a. eben vom Demeterhof Marksteiner. 

Biohof Sommer – Bäckerei Aubrunner – EVI-Bioladen

  

Der EVI-Naturkostladen in Krems (EVI = Erzeuger-Verbraucher-Initiative) kauft unter anderem das Brot von der Bäckerei Aubrunner in Krems, die das Mehl vom Biohof Sommer am Jauerling bezieht – insgesamt nur 25 km von der Produktion bis auf den Teller! Das nennen wir klima- und ressourcenschonend. 

Dirndln am Feld – Lerchenhof 

  

Das Market Gardening-Startup „Dirndln vom Feld“ in Kirchberg am Wagram produziert große Vielfalt auf kleinen Flächen mit der Hand ohne Einsatz von Großmaschinen. Der Lerchenhof in Diendorf Walde bietet ebenfalls biologisches Gemüse und Jungpflanzen an, ergänzt um Honig und Waldschaffleisch. Beide Betriebe komplettieren sich gegenseitig ihre Marktstände mit ihren Raritäten – weil man gemeinsam mehr ist als die Summe der Teilchen. 

So entsteht eine neue Form des Miteinanders von bäuerlichen ProduzentInnen bis hin zu den KonsumentInnen: wertvolle Lebensmittel regional verarbeitet, regional vermarktet, regional konsumiert.   

 

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Das war unsere 1. Hauptversammlung

Premiere:  44 AktionärInnen trafen sich am 12. August 2022 zur 1. Hauptversammlung im EVI-Biorestaurant in Krems.

Krems, 12. August 20222 Es war das erste Mal, dass die AktionärInnen der Regionalwert Niederösterreich-Wien AG zusammenkamen, um sich über die Aktivitäten der Regionalinitiative im vergangenen Jahr zu informieren. Vorstand Alfred Schwendinger und Aufsichtsratsvorsitzender Kurt Farasin luden dafür am 12. August 2022 nach Krems ein, um ihren Jahresbericht 2021 unter Aufsicht von Wirtschaftsprüfer und Notar zu präsentieren.

Die wichtigsten Fakten aus 2021:

  • Derzeit beträgt das Grundkapital 871.500 Euro: 179.500 Euro davon stammen aus der 1. Aktienemission von 1. Juni bis 30. November 2021 von 100 AktionärInnen, 692.000 Euro von den 50 GründungsaktionärInnen.
  • Die Zahl der Partnerbetriebe ist inzwischen auf 25 angewachsen – alles Biobetriebe entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette: Bauern, Verarbeiter, Handel, Einzelhandel und Gastronomie.
  • Unter den Partnerbetrieben ist ein Verbund innerhalb der Regionalwert AG entstanden, um das Gute auch vom Samen auf die Teller der Konsumente zu bringen.
  • Mit dem Kapital aus der 1. Aktienemission 2021 werden 3 landwirtschaftliche Projekte finanziell unterstützt.
  • Alle Regionalwert-Betriebe werden auf einer Landkarte verortet und sichtbar gemacht – um einen direkten Zugang von Konsumenten zu Produzenten zu erleichtern.
  • In 2021 haben folgende Veranstaltungen stattgefunden:
    * 1 AktionärInnen-Stammtisch am 30. Juni 2021 im Partnerbetrieb Weinbeißerei in Mollands
    * 1 Partnertreffen der Regionalwert-Betriebe am 04.April.2021 in der EVI Krems
    * 3 Online-Events über das Geschäft mit unseren Lebensmitteln zu den Regionalwert-Themen SaatgutMarket GardeningMilchwirtschaft

 

Neuer Aufsichtsrat gewählt Bei der Hauptversammlung wurden Vorstand und Aufsichtsrat für 2021 einstimmig entlastet und der neue Aufsichtsrat gewählt:

  • Vorstand: Alfred Schwendinger
  • Aufsichtsratsvorsitzender: Kurt Farasin
  • Aufsichtsratsmitglieder: Mag. Johannes Fries, Mag.a (FH) Barbara Pia Hartl, MA Sarah Schmolmüller, Hannes Zottl.

Zum Ausklang gab es einen regional-biologischen Imbiss mit Produkten unserer Partner.

 

2. Aktienemission ab Oktober 2022
In der HV wurde eine zweite genehmigte Aktienemission für 2022/2023 in Höhe von 345.000 Euro beschlossen – das entspricht 690 neuen Aktien. Die Emission ist für Oktober 2022 geplant – wir informieren Sie rechtzeitig per Newsletter. Reservierungen sind bereits jetzt schon möglich. Bestehende AktionärInnen haben zwei Wochen vor der öffentlichen Zeichnungsfrist die Möglichkeit ihre Regionalwert-Aktien aufzustocken.

 

Warum Regionalwert-Aktien kaufen?
Mit Ihrer Aktie leistest Du einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Ernährungssouveränität und lokalen Versorgungssicherheit mit hochwertigen Bio-Lebensmitteln, die von klein strukturierten Betrieben vor den Toren Wiens produziert werden. Damit die Wege kurz bleiben, die Lieferketten stabil, die Wertschöpfung in der Region bleibt und das Land wieder einen Wert bekommt.

 

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Aktuelle Unterlagen zur Hauptversammlung 2022:


Milch – Genuss mit gutem Gewissen

Teil 3 der Eventreihe „Das Geschäft mit unseren Lebensmitteln – und seine zukunftsfähigen Alternativen in NÖ und Wien“

Am Dienstag, 28. Juni 2022, 19:00 - 21:00 Uhr, online via Zoom

Milch von glücklichen Kühen auf der Weide gibt es nur noch selten. Am ehesten finden wir diese Idylle noch auf den Verpackungen im Supermarkt. Doch mit der Realität hat das vielerorts nichts mehr zu tun.  Weil als billiger Rohstoff auf den Weltmärkten gehandelt, wird die Leistungsanforderung an die Kuh und der Kraftfuttereinsatz ständig erhöht.

Das Ergebnis ist Ausbeutung von Tier, Natur und Mensch. Ein Vergehen an der Schöpfung. Die Kuh wird zum Produktionsfaktor in artfremder Sklavenhaltung (wir kennen die Bilder…!), klimarelevante Flächen werden im großen Stil für die Futtermittelproduktion gerodet - und kleinere Bauern geben zunehmend auf, die Großen werden noch größer.

Letztlich verzichten dann auch noch die Konsumenten auf Fleisch und Milch, im Tausch gegen Soja – und können das Ganze damit sogar noch verschärfen, anstatt dass der Milch wieder DER Wert zu Teil wird, der ihr als hochwertiges Lebensmittel gebührt.

Dieser Online-Event zeigt drei Alternativen, wie Milchgenuss mit gutem Gewissen möglich ist. Auch morgen noch:

  • Robert Hansinger vom Biohof Hansinger in Petersberg bei Kilb. Seine Kühe wissen, wie ein gutes Leben aussieht. Und seine KundInnen wissen, wie gute und innovative Milchprodukte & mehr schmecken – samt dem prämierten Bio-Mostpuddingeis. Ein Erfahrungsbericht vom guten Leben für alle.
  • Andreas Egger vom Milchkandl. Die genossenschaftliche Kleinmolkerei verarbeitet mitten in Weinzierl am Walde Biomilch von den Bauern der Region, für die KundInnen in der Region – klimaneutral vertrieben via Bauernladen mit erneuerbarer Energie oder per E-Auto-Lieferung. Nachhaltigkeit durchdacht.
  • Julia Marksteiner vom Demeter-Hof Marksteiner in Bernschlag/Allentsteig: artgerechte Haltung mit Weidehaltung im Sommer, silagefreie Fütterung im Winter, keine Enthornung, nachhaltige Kreislaufwirtschaft im Einklang mit der Natur, Produkte von Käsebällchen bis Nervenkeks. Aus Liebe zum Leben.

Alle drei Vortragenden sind kleinstrukturierte Bio-Betriebe, die ihr Wissen um Naturprozesse mit Dankbarkeit und Respekt gegenüber dem Leben in hochwertige regionale Lebensmittel verwandeln. Wir freuen uns, wenn Du dabei bist.


Freiheit für unser Saatgut – so klein und verletzbar, so groß die Macht

Teil 1 der Eventreihe „Das Geschäft mit unseren Lebensmitteln – und zukunftsfähige Alternativen in NÖ und Wien“

Montag, 21. März 2022, 19:00 – 21:00, online via zoom

Unsere Saatgutvielfalt ist ein Kulturgut. Über Generationen wurden die geschmacklich besten und widerstandsfähigsten Sorten ausgelesen und vermehrt. So entstanden viele verschiedene und vor allem robuste Sorten, angepasst an die jeweiligen lokalen Bedingungen – samenfestes Gemüse, deren Samen natürlich vermehrt und wieder angebaut werden können.

Unsere Lebensmittel aus dem Supermarkt hingegen haben ihren Ursprung zumeist in hybridem Saatgut: Massenertrag, Universalgröße für maschinelle Ernte, Einheitssorten. Es kann nicht weitervermehrt werden, d.h. die Bauern müssen jede Saison neues Saatgut kaufen, es entstehen Abhängigkeiten, die bis hin zum dazu passenden Spritz- und Düngemittel reichen. Stichwort Monsanto & Co. Drei Viertel aller Sorten gingen in den letzten 100 Jahren so verloren!

Einer der Gegenspieler ist Reinsaat KG in St. Leonhard im Hornerwald im Waldviertel. Gegründet in den frühen 90ern von Reinhild Frech-Emmelmann, werden heute von 50 Mitarbeiter*innen und einem internationalen Netzwerk an Vermehrern über 700 (!) Sorten gezüchtet – Demeter zertifiziert.

Uns begrüßt die Gründerin und Geschäftsführerin Reinhild Frech-Emmelmann. Danach wird uns der Betriebsleiter Thomas Förstel Einblicke in die spannende, leidenschaftliche und vor allem zukunftsrelevante Arbeit von Reinsaat geben. David gegen Goliath.

  • Gründungsvision und heutiger Betrieb
  • Herausforderungen samenfester Sortenentwicklung
  • Bedeutung von Biodiversität & Artenvielfalt
  • Handlungsansätze für Konsument*innen

Mit auf der Bühne: Martin Allram, AllramDaham

Martin ist quereingestiegener Demeter-Landwirt im Waldviertler Dietmansdorf. Er kultiviert und verarbeitet wertvolles Urkorn-Getreide: Dinkel, Emmer, Einkorn und Waldstaude zum Erhalt der genetischen Vielfalt, der Ernährungssouveränität und der Unabhängigkeit von Großkonzernen. Nichts tut er lieber als sein Wissen weiterzugeben.


Das Geschäft mit unseren Lebensmitteln – und seine zukunftsfähigen Alternativen

Die Regionalwert Niederösterreich-Wien AG startet eine eigene Eventreihe.

Weizen wird teuer weil knapp durch Spekulationen. Gemüse kreuzt Europa. Bienen verhungern auf den Blüten der ertragreichen Hybridsorten. Industrieller Einheitsbrei verdrängt Vielfalt und Geschmack im Supermarktregal. Tierwohl und Bauernwürde? Fehlanzeige.

Das Geschäft mit unseren Lebensmitteln ist ein lukratives geworden. Allerdings nur für ein paar wenige. Umwelt, Böden und Kleinbetriebe gehören nicht zu den Nutznießern. Wir als Konsumenten auch nicht!

Deshalb startet die Regionalwert Niederösterreich-Wien AG mit einer eigenen Eventreihe durchs ganze Jahr, um einen Blick hinter die Kulissen der landwirtschaftlichen Lebensmittelerzeugung zu geben.

In 2-stündigen Online- und Offline-Formaten zeigen wir alternative und neue Zukunftskonzepte vor unserer eigenen Haustüre, vor allem aber Menschen, die mit einem völlig anderen Verständnis von Landwirtschaft und Lebensmittelherstellung erfolgreich vorangehen (darunter viele unserer Partnerbetriebe).

Den Anfange machen folgende Themen:

*Freiheit für unser Saatgut - so klein und verletzbar, so groß die Macht
*Market Gardening - Gemüserevolution per Hand
*Milch - Genuss mit gutem Gewissen

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