Nachlese: Regionalwert Talk am 20.02.2026

Nachlese: Regionalwert Talk am 20.02.2026

Krems, 20. Februar 2026 – Wie entstehen Lebensmittel, die nicht nur „bio“ sind, sondern wirklich nach Geschmack, Nährstoffdichte und Lagerfähigkeit überzeugen? Und warum beginnt genau das nicht erst in der Küche – sondern beim Saatgut? Um diese Fragen drehte sich der Regionalwert Talk „Vom Samen bis auf den Teller“ im EVI BioRestaurant Krems.

Moderiert wurde der Abend von Kurt Farasin, Aufsichtsratsvorsitzender der Regionalwert AG. Im Zentrum standen zwei Perspektiven, die perfekt zusammenpassen: Reinhild Frech-Emmelmann, Gemüse-Saatgutzüchterin, und Hermann Hager, Vielfaltskoch in der Weinbeisserei. Gemeinsam machten sie klar: Wer mehr Bio-Lebensmittel in Deiner Region will, muss Vielfalt, Saisonalität und Wertschöpfung wieder zusammendenken – vom Acker bis zum Teller.

Reinhild Frech-Emmelmann brachte gleich zu Beginn eine sehr persönliche Dimension in das Thema: Ihre Liebe zu Gemüse sei „schon von der Oma grundgelegt“ worden. Aus dieser frühen Prägung ist über die Jahre eine Haltung gewachsen, die sie heute in einem Satz zusammenfasst:
Gemüsesaatgut-Züchtung ist für Reinhild Frech-Emmelmann „Friedensarbeit“.


„Saatgut ist nicht einfach ein Produktionsmittel. Es ist der Anfang von allem: von Vielfalt, von Anpassungsfähigkeit, von regionaler Ernährungssouveränität – und letztlich auch von dem, was wir später schmecken und wie gut uns ein Lebensmittel wirklich tut.“
Reinhild Frech -Emmelmann

Hermann Hager lenkte den Blick aus der Praxis der Küche auf einen Punkt, den viele Menschen sofort nachvollziehen können: Es geht nicht nur darum, dass Lebensmittel „bio“ sind – sondern dass sie Substanz haben.

Für ihn ist die „Dichtheit“ von Bio-Lebensmitteln ein entscheidender Qualitätsfaktor:
Geschmack, der wirklich trägt
Inhaltsstoffe, die man nicht nur am Etikett, sondern im Körper spürt
– und eine längere Lagerfähigkeit, weil gute Qualität nicht sofort „zusammenfällt“
Ein Punkt war Hermann Hager „extrem wichtig“: Saisonalität. Nicht als Trendwort, sondern als knallharte Realität für Geschmack und Nährstoffgehalt.

Seine klare Botschaft: Reifes Gemüse hat mehr Inhaltsstoffe und schmeckt  einfach besser.
Und genau hier schließt sich der Kreis zur Züchtung und Landwirtschaft: Wenn wir wieder stärker nach Saison essen, entsteht automatisch mehr Raum für:
Sortenvielfalt statt Einheitsware
Reife statt „früh geerntet für Transport“
regional passende Produkte statt austauschbarer Standardware


„Mit richtig guten Lebensmitteln brauchst du weniger, um mehr Geschmack hervorzubringen. Da ist sogar weniger mehr. Wer sich wirklich intensiv mit Lebensmitteln beschäftigt, kauft  regional, saisonal und biologisch.“
Kreativkoch Hermann Hager

Der Regionalwert Talk im EVI BioRestaurant Krems zeigte: Die Zukunft unserer Lebensmittel beginnt nicht im Supermarktregal und nicht erst beim Kochen. Sie beginnt beim Samen, bei der Liebe zum Gemüse, bei Vielfalt – und bei der Entscheidung, wieder saisonal und regional zu denken.

Oder, in Regionalwert-Sprache:
Für mehr Bio-Lebensmittel in Deiner Region! – nicht irgendwann, sondern Schritt für Schritt, Betrieb für Betrieb, Teller für Teller.

Abgerundet wurde der Abend durch die Degustation von Produkten von Reinsaat, der Weinbeisserei und von Irmi und Rudi Hohender. Die Gäste nutzten die Gelegenheit mit den Referent:innen und untereinander ins Gespräch zu kommen.

Als Fazit des Abends wurde deutlich, dass der Weg zu nachhaltiger, gesunder Ernährung über eine ganzheitliche Landwirtschaft führt, die beim Samen beginnt und sich in lebendigen Böden, regional angepassten Sorten und verantwortungsvollem Wirtschaften manifestiert.  Jeder Einkauf, jede Entscheidung trägt dazu bei, dieses nachhaltige System zu stärken und eine Zukunft zu sichern, in der kulinarischer Genuss und ökologische Verantwortung Hand in Hand gehen.

Im Regionalwert Talk ist ein Satz hängen geblieben :

„Viele wollen regionale Bio-Lebensmittel.
Aber kaum jemand sieht, was es dafür wirklich braucht: Verarbeitung, Logistik, Handel, Gastronomie – und Betriebe, die investieren können.

Genau da setzt die Regionalwert AG Niederösterreich – Wien an: Bürger:innen beteiligen sich, und wir investieren entlang der ganzen Wertschöpfungskette.
Heute sind es bereits 230 Aktionär:innen, 40 Partnerbetriebe und 8 Beteiligungen.

Wenn Du 2026 in Deiner Region nicht nur zuschauen, sondern mitbauen willst:
👉 Infos zur aktuellen Aktienemission: [Link]

Zurück zur Übersicht