Market Gardening – Gemüserevolution per Hand

Teil 2 der Eventreihe „Das Geschäft mit unseren Lebensmitteln – und zukunftsfähige Alternativen in NÖ und Wien“

Mittwoch, 11. Mai 2022, 19:00 – 21.00, 
online via zoom

Kohlrabi-Setzlinge aus Dänemark werden quer durch Europa gekarrt, in Spaniengezogen und geerntet, in Nordafrika aufbereitet und schließlich wieder in Europaverteilt. Wir fragen: Ist das wirklich notwendig?

Paris im 19. Jahrhundert: Ein Gärtnerprinzip machte Schule und führt heute zu einem Comeback der klein strukturierten, regionalen Gemüsegärtnereien: Market Gardening, die Marktgärtnereien.
Immer mehr junge Menschen entdecken ihr Interesse an dieser neuen Landwirtschaft, bei der sie auf kleinen Flächen bis 1 ha unter Verzicht von großen Maschinen ganzjährig eine außerordentliche Gemüsevielfalt in bester Qualität hervorbringen. Ausschließlich für ‚den Markt vor den Toren der Stadt‘, also den Direktvertrieb vom eigenen Feld oder auf regionalen Märkten.
Market Gardeners sind ein Zukunftsgarant für eine sichere, weil unabhängige Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigem, lokalem Bio-Gemüse.

Alfred Grand ist Biobauer, Regenwurmspezialist und Gründer von ‚VERMIGRAND Naturprodukte‘. Mit seiner „Grand Farm“ in Absdorf in NÖ hat er Österreichs ersten Forschungs- und Demonstrationsbauernhof geschaffen, auf dem mit neuen und alten Methoden an einer stabilen Lebensmittelversorgung mit Blick auf eine gesunde Umwelt gearbeitet wird.

  • Was ist das Produktions-Geheimnis der Marktgärtnereien?
  • Was braucht es, um so einen Betrieb zu starten und unter welche Rahmenbedingungen gelingt es, langfristig durchzuhalten?
  • Was ist für eine gelingende autarke Vollversorgung einer Region mit Gemüse notwendig?
  • Welche Bedeutung hat Market Gardening für die Nachhaltige Entwicklung?

Mit auf der Bühne: Die ‚Dirndln am Feld‘ aus Kirchberg am Wagram/NÖ
Sarah Schmolmüller und Angelika Bianca Rabel kommen als junge Quereinsteigerinnen zur Landwirtschaft. Mit Erde an den Händen, Sonne im Gesicht, Leidenschaft und partnerschaftlicher Logistik gelingt es den beiden, die Gemüsemärkte der Region mit Vielfalt und Geschmack zu bereichern. Prädikat ‚ungewöhnlich‘.

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